Neue Studie beweist: Cranberries SIND Superfood!

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  • Voller Antioxidantien, bekämpft die Cranberry Blasenentzündungen und Viren und kann möglicherweise sogar Darmkrebs heilen
  • Die Zellwände von Cranberries enthalten Xyloglucan, die sich positiv auf den Körper auswirken
  • Im Labor wurde nachgewiesen, dass diese Xyloglucan eine bestimmte Art von Probiotik in der Darmflora fördert
  • “Diese Art von Darmbakterien sind extrem wichtig für unseren Körper”, sagt ein Experte aus Massachusetts

 

Klein, rot und unglaublich lecker: Die Cranberry, US-Verwandte unserer Preiselbeere, schmeckt super in Salaten, dem Müsli am Morgen oder einfach als Snack zwischendurch.

 

Schon vor vielen Jahren wurde die Cranberry als effektives Mittel genutzt, die Vitaminmangelkrankheit Skorbut bei Seefahrern vorzubeugen.

Cranberries werden schon lange als krebsbekämpfendes “Superfood” gefeiert, aber jetzt wurde von Experten zum ersten Mal bewiesen, dass sie sich extrem vorteilhaft auf unsere Darmflora auswirken.

Zum ersten Mal wurde nachgewiesen, dass die Frucht das Wachstum von Mikroben (positive Darmbakterien) im Darm fördert. Diese Darmbakterien verbessern die Gesundheit des Gehirns, die Stimmung sowie Emotionen und wirken sich positiv auf unsere Energiereserven und Gewichtsreduktion aus.

Außerdem hat die Darmflora einen positiven Einfluss auf weitere Aspekte unserer Gesundheit, wie zum Beispiel den Alterungsprozess, Arthritis, Depression, Krebs und Herzerkrankungen.

Professor David Sela– Ernährungsbiologe an der University of Massachusetts Amherst– glaubt, dass Cranberries in Form von Nahrungsergänzungsmitteln die Gesundheit unserer Darmflora immens verbessern können.

“Cranberries stellen Moleküle und Verbindungen her, die sich positiv auf viele verschiedene Teile der Darmflora auswirken. Es wird angenommen, dass wir genau so viele bakterielle Zellen im Körper besitzen wie menschliche Zellen, und die Bakterien in unserem Darm sind extrem bedeutsam und wichtig für unsere Gesundheit. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, macht den Unterschied.”

Professor Sela und sein Expertenteam hatten sich das Ziel in ihrer Studie gesetzt zu beweisen, dass Xyloglucan– eine spezielle Art von Zucker in den Zellwänden der Cranberry- vom Körper in gesundheitsfördernde Bestandteile für den Körper zersetzt werden kann.

Allerdings sind viele Pflanzenzellwände wie auch Xyloglucan unverdaulich, wodurch die natürliche, rohe Frucht der Cranberries keinerlei Auswirkungen auf die Darmflora hat.

Im Labor wurde den Bifidobakterien– eine Bakteriengesellschaft des Darmtrakts- daher das bereits verarbeitete Zucker der Pflanze verabreicht. Es konnte beobachtet werden, dass bestimmte Bifidobakterien Xyloglucan konsumieren und dadurch tatsächlich wachsen.

Diese probiotischen Bakterien sind in der Darmflora von Erwachsenen enthalten, aber die höchste Konzentration kann man bei Säuglingen finden.

“Probiotische Bakterien im Darm können Dinge konsumieren, die wir normalerweise nicht verdauen können und sie unterstützen außerdem andere Mikroorganismen und bekämpfen Krankheitserreger.” erklärt Professor Sela.

Noch ist allerdings nicht sicher, was genau diese Befunde für unsere Gesundheit bedeuten, aber Professor Sela ist optimistisch: “Präbiotische und probiotische Bakterien interagieren möglicherweise mit unserer Physiologie, um unsere Mikroorganismen zu stabilisieren. Wir wissen bereits, dass Unausgeglichenheit im Körper negative Effekte wie Entzündungen hervor rufen kann, weswegen die Befunde äußerst hilfreich sein können.”

 

Cranberries können Darmkrebs bekämpfen!

Bereits in der Vergangenheit haben Studien bewiesen, dass Cranberries eine Schlüsselfunktion im Kampf gegen Darmkrebs einnehmen könnten- In Deutschland sterben jedes Jahr über 25.000 Personen an Darmkrebs.

Die Forscher stellten drei pulverisierte Cranberry-Extrakte her: Ein Pulver aus der rohen Frucht, ein weiteres Pulver aus den chemischen Bestandteilen der Cranberry- Polyphenole genannt- und ein drittes Pulver aus ausschließlich nicht-polyphenolen Bestandteilen der Frucht.

Die Extrakte- gleichwertig mit ungefähr einer täglichen Tasse Cranberries- wurden in die Mahlzeiten von Mäusen mit Darmkrebs gemischt.

Nach zwanzig Wochen hatten die Mäuse, denen das Pulver aus der rohen Frucht gegeben wurde, nur halb so viele Tumore wie die Mäuse, die keinerlei Cranberries konsumiert hatten. Die noch immer vorhandenen Tumore wachen außerdem geschrumpft. Auch Entzündungen wurden deutlich reduziert.

Die Studie wurde von einem Forschungsteam der University of Massachusetts Dartmouth durchgeführt.

100g46 Kalorien
Magnesium18%
Vitamin C18%
Ballaststoffe18%
Vitamin E8%
Kupfer7%
Vitamin K6%
Pantothensäure6%

Auch andere Studien haben bereits die gesundheitsfördernden Effekte der Cranberry nachweisen können. Sie sind voller Antioxidantien und können Blasenentzündungen heilen und Viren bekämpfen.

Sie können sich außerdem positiv auf die Gewichtsreduktion auswirken und das Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem verbessern.

“Cranberries enthalten Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Natrium, aber auch eine Fülle von Vitaminen und damit Antioxidantien, die zellzerstörende freie Radikale in Schach halten und neutralisieren”, erklärt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. “Am bedeutendsten sind aber die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, unter ihnen die sogenannten Proanthocyanidine. Diese Antioxidantien verlangsamen den Zellalterungsprozess, schützen vor Krankheiten.”

 

 Woher stammt die Cranberry?

 Sie gilt als Verwandter der Preiselbeere: Die Cranberry ist zwar auch bei uns heimisch, wird aber hauptsächlich in den USA und Kanada angebaut. Sie wächst an kleinen grünen Sträuchern und sind reif, wenn sie einen intensiv roten Farbton angenommen haben.

Die Cranberry war bereits äußerst beliebt bei den Ureinwohnern Nordamerikas und wurde gekocht mit Honig oder Ahornsirup konsumiert. Zu Beginn des 18.Jahrhunderts wurde die Frucht bereits nach England exportiert.

 

 Wie sollte ich die Cranberry am besten in meine Ernährung integrieren?

Die frische, ungetrocknete Frucht ist bei uns oft schwer zu finden. Wer Glück hat und sie tatsächlich findet, kann sie im Kühlschrank bis zu 20 Tage lassen und nach Belieben konsumieren.

Sie ist in den meisten Supermärkten außerdem als getrocknete Version vorhanden und schmeckt besonders lecker. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Getrocknete Cranberries sind oft gesüßt, enthalten also zusätzlichen Zucker, was auch die Kalorien in die Höhe treibt. Hier also in Maßen genießen.

Frischer Cranberrysaft ist eine tolle Alternative, meist aber vollgepackt mit künstlichem Zucker und hat wenig von der eigentlichen Frucht.

Der Mensch sollte täglich fünf Portionen Obst und Gemüse konsumieren, eine Hand oder Tasse voll der kleinen roten Beere kann also einfach in den Tag integriert werden.

 

Leckere Ideen: 

  • Eine Handvoll Cranberries in einen bunten Salad geben
  • Mit anderen Obstsorten kombinieren und einen Fruchtsalat zusammenstellen
  • Morgens zum Müsli dazugeben, am besten mit Magerquark
  • Getrocknete Cranberries mit Nüssen mischen, am besten mit Mandeln
  • Cranberries in Vollkornkekse einbacken